Kächeles 

Man darf inzwischen schon mal fragen: Wer kennt sie eigentlich nicht? Die beiden Symbolfiguren für den täglichen Wahnsinn einer schwäbischen Ehe. Gemeint sind Ute Landenberger als emotional aufgeladene, vorlaute und nimmermüde „Käthe“ und ihr kongenialer Bühnenpartner Michael Willkommen als dickfelliger, die Ruhe über alles liebender aber niemals um einen knackigen Spruch verlegener „Karl-Eugen“. Zwei Charaktere also, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.

 

Sie spielen – oder besser: Sie sind „Die Kächeles“

Die beiden Comedians aus dem Zollernalbkreis gehören inzwischen zu den bekanntesten und erfolgreichsten Kabarett-Duos im ganzen Ländle. Ihre Bühnenprogramme und die darin präsentierten Pointen sind derart treffsicher mitten aus dem Leben gegriffen, dass sich jeder Einzelne ihrer stetig wachsende Fangemeinde, auf vielfältige Weise darin wiederfindet. Und genau darin liegt der Reiz: Die beiden begnadeten Spaßvögel setzen konsequent auf umwerfende Situationskomik, unverfälschten Dialekt und die durchschlagende Wirkung ihrer Figuren. Gespickt mit Gags und Witzen am laufenden Band gewähren die Kächeles einen tiefen Einblick in den Irrgarten eines schwäbischen Ehelebens. Dabei wird deutlich, dass die beiden, wie kaum ein anderes Comedy-Duo, die gesamte Klaviatur des schwäbischen Humors beherrschen. Ihr virtuoses, von hoher Professionalität getragenes Spiel reicht dabei vom leichten, feinsinnig - schmunzelnden Seitenhieb bis hin zum krachenden Kalauer.

 

Seit 12 Jahren unterwegs

Die Kächeles bespielen schon längst ganz Baden-Württemberg. Davon zeugen eine große Anzahl viel beachteter Auftritte vom Bodensee bis Heilbronn und von Heidenheim bis in den tiefsten Schwarzwald. Sie sorgten und sorgen dafür, dass aus dem Namen Kächeles inzwischen eine „Marke“ geworden ist, der sich landesweit immer größerer Beliebtheit erfreut. 

Bereits 2013 gelang den Kächeles mit dem Programm „lascht minute“ der entscheidende Durchbruch. Spätestens seit dieser Zeit sind die Kächeles kein Geheimtipp mehr, sondern vollständig etabliert in der Bel Etage der schwäbischen Comedians. Im Frühjahr 2014 traten dann Käthe und Karl-Eugen Kächele in ihrer Heimatstadt Balingen erstmals in der ausverkauften Stadthalle vor über 850 Zuschauern auf. Dieser Erfolg wiederholt sich seither auf eindrucksvolle Weise Jahr für Jahr. In der Zeit bis 2017 brachten die Kächeles dann die Programme „Eiche ruschtikal“ , „ Isch halt so“  und „Ja Schatzi“ auf die schwäbischen Bühnen, mit denen die beiden Kabarettisten nahtlos an die vorangegangenen Erfolge anknüpfen konnten. 

Zwischenzeitlich wurden die Kächeles nicht nur mehrfach zur SWR-Aufzeichnung „Freunde in der Mäulesmühle“ eingeladen (Sendung von Hannes und der Bürgermeister bzw. Albin Braig und Karl-Heinz Hartmann), sondern haben wöchentlich und landesweit begeisternde Auftritte in voll besetzten Spielstätten, die von gastronomischen Lokalitäten bis hin zu den größten Stadthallen des Landes reichen.

 

Das Schönste ist und bleibt die Nähe zum Publikum

Trotz ihres vollen Terminkalenders und der stetig wachsenden Zahl an Großauftritten lieben die Kächeles weiterhin auch den kleinen und ganz intimen Rahmen. Wenn die direkte Nähe zum Publikum gegeben ist – beide lieben die Interaktion mit einem unmittelbaren Blick in die Augen der Zuschauer  - kann sich niemand dem Charme und dem Witz der Kächeles entziehen! 

 


 

Auszug der Laudatio von Guido Wolf / Justizminister BaWü auf die Kächeles

gehalten am 19.02.17 beim Narrengericht Dornstetten

 

Die beiden sind doch wahrlich echte Ehepartner.

Der Traum aller Nächte.

Derweil sie niemals nicht doch geizen

mit ihren körperlichen Reizen.

 

Sie, Käthe, schlank bis auf die Rippen,

auch ohne Botox dicke Lippen.

Grazil und Beine wie ein Reh,

ein strahlend Gebiß, bloß Hoor auf de Zeh.

Dät Käthe ihr Gebiß mol spende,

des kennt‘sch au als Perück verwende.

 

In ihrer Art, in ihren Reden,

verzaubert sie in Kürze jeden.

Und deshalb isch, ich sag es allen,

Karl-Eugen ihr total verfallen.

 

Ein Mann, auf dass ihn jede suche,

Adonis aus dem Bilderbuche.

Ein Inbegriff an Premiumware.

Ein Richard Geere, bloß ohne Haare.

Ein Produkt der Extraklasse,

kein Krepierling, hier steht Masse.

Karl Eugen’s Motto in einem einzigen Satz:

Ich bin, wie ich bin, denn Schönheit braucht Platz.

 

Die Kächeles als Ehepaar

zeigen ihre Ehe gar,

wie sehr sie sich doch lieben und hegen:

Der 30-jährige Krieg war harmlos dagegen.

Beweisen, bis es jeder checkt,

dass, was sich liebt, tatsächlich neckt.

 

Sie verkörpern nicht nur heute,

als Kächeles gern Land und Leute.

Ein jeder Mensch ist Narr und Thor,

sie halten uns den Spiegel vor.

Derweil doch quasi, sag ich gschwind,

die ganze Menschheit Kächeles sind.